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    Rye

    Während die amerikanische Whiskey-Sorte Rye einst mit Abstand den beliebtesten Stil der USA ausmachte, war sie lange Zeit fast in Vergessenheit geraten. Im Unterschied zur dominierenden Spielart amerikanischen Whiskeys, dem Bourbon, muss Rye einen Roggenanteil von mindestens 51% aufweisen. Der restliche Anteil der Maische setzt sich aus Gerstenmalz, Mais bzw. Weizen zusammen. Diese Zusammensetzung verleiht Rye Whiskey im Vergleich zum süßlichen Bourbon ein ausdruckstarkes Geschmacksprofil mit würzigen Bitternoten vor einem insgesamt trockenen Hintergrund. Das Alkoholvolumen darf bei der Herstellung von Rye Whiskey 80% nicht überschreiten, außerdem muss Rye in neuen ausgeflämmten Eichenholzfässern gelagert werden. Zu Beginn darf das Alkoholvolumen 62,5% nicht überschreiten. Wenn er mindestens über einen Zeitraum von zwei Jahren auf diese Weise veredelt wurde, darf er die Bezeichnung Straight Rye Whiskey tragen.

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    Es waren überwiegend schottische und irische Einwanderer, die im 18. Jahrhundert damit begannen, Rye Whiskey in Pennsylvania und Maryland zu destillieren. Dabei hielten sie sich an Roggen, weil dieser in den klimatisch kühleren Staaten des Nordostens der Neuen Welt besser verfügbar war als die aus ihrer heimischen Brenntradition bekanntere Gerste. Damit ist Rye Whiskey die älteste Variante des amerikanischen Whiskeys.

    Der Bundestaat Kentucky, der später für die Whiskeyproduktion eine so prominente Bedeutung erfahren sollte, wurde erst durch Pioniere wie Daniel Boone erschlossen, der die Wilderness Road über die Appalachen bahnte. In Kentucky wurde auf der Grundlage von Mais die Variante des Bourbon geprägt.

    Dass Rye Whiskey seine Popularität in den USA nach und nach eingebüßt hat, ist der amerikanischen Prohibition zu verdanken, die zu einer Schließung der meisten Brennereien in den USA führte. Auf dem Schwarzmarkt verdrängte in der Folge illegale Schmuggelware kanadischen oder schottischen Ursprungs die einheimischen Erzeugnisse und prägte den Geschmack der US-Amerikaner nachhaltig. Noch vor der Prohibition spielte auch beim kanadischen Whiskey der Roggenanteil eine wichtige Rolle, weshalb es noch heute zu Verwechselungen kommt. Der Grund: Kanadischer Whiskey verzichtet aus traditionellen Gründen nicht auf die Bezeichnung Rye, auch dann, wenn der Whiskey gar keinen Roggen enthält.

    Gegen Ende des 20. Jahrhunderts existierten nur noch wenige große Produzenten wie Jim Beam, Wild Turkey und Rittenhouse, die den Markt fast vollständig unter sich aufteilten. Im Zuge der Rückbesinnung auf handwerkliche Produktionsmethoden und Abfüllungen von Small Batches (z. B. Knob Creek) oder Single Barrels (z. B. Michter's US*1) ist heute wieder eine breiter werdende Auswahl an Rye Whiskeys erhältlich, wenngleich ihr Marktanteil immer noch verschwindend gering ist. Rye Whiskey wird heute auch im kalifornischen Sonoma County (Sonoma), Chicago (Koval) oder Manhattan (Hudson Manhattan Rye) destilliert.

    Häufig kommen die Rye Whiskeys mit einem vergleichsweise hohen Alkoholvolumen und einem Roggenanteil daher, der weit über dem Mindestanteil von 51% liegt. Aufgrund ihres ausdrucksstarken Charakters haben sie in ihrer Nische viele Liebhaber gefunden und ein jüngeres urbanes Publikum für sich gewinnen können. Vor allem ist er als Zutat für viele klassische Cocktailrezepte unverzichtbar. Drinks wie Old Fashioned, Manhattan oder Sazerac wurden ursprünglich mit Rye Whiskey zubereitet, bevor Bourbon ihn immer weiter verdrängte. Sazerac, der berühmte Cocktail aus New Orleans, hat sogar eine eigene Marke von Rye Whiskey. Im Vergleich zu Bourbon steuert Rye diesen und anderen Drinks ein intensives und trockenes Aroma bei.

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