Grappa Berta – Familientradition aus dem Piemont

Berta Grappa

Ein guter Grappa gehört genauso zu einem tollen Essen beim Italiener, wie zu einem schönen Italienurlaub. Der Brand wird schon seit dem Mittelalter in Italien und manchen Teilen der Schweiz produziert. Seinen Ursprung soll er im italienischen Bassano del Grappa haben. Er ist seit jeher sehr beliebt, wozu vor allem die hochwertigen Produkten traditioneller Familienunternehmen beitragen. Zum Glück können wir mittlerweile auch außerhalb Italiens aus einem großen Grappasortiment auswählen und müssen nicht unsere Koffer und Taschen nach dem Sommerurlaub damit befüllen.

Eine renommierte Marke aus der norditalienischen Region Piemont möchten wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen: Grappa Berta. Das Familienunternehmen blickt auf eine lange Geschichte im Weinbau und der Grappaherstellung zurück und scheut sich auch nicht vor innovativen Ideen. Wir werden uns hier nun ausführlich mit der Geschichte und Produktion von Berta Grappa beschäftigen. Natürlich dürfen im Anschluss auch unsere persönlichen Empfehlungen für ein kleines Stück Italien zu Hause nicht fehlen.



Die Geschichte von Grappa Berta

Seit 1947 destilliert die Familie Berta hochwertigen Grappa. Der Firmengründer Paolo Berta hat das Geschäft mittlerweile an seine Söhne Gianfranco und Enrico übergeben. Es war kein Zufall, dass sich ihr Vater dazu entschied, eine Brennerei zu eröffnen.
Schon sein 1866 geborener Großvater kultivierte Weinreben und produzierte eigene Weine in der kleinen Gemeinde Casalotta di Mombaruzzo, die im südlichen Piemont liegt. Auch Paolos Vater Giovanni setzte dort den Weinanbau und die Herstellung fort. Hierbei arbeitete er eng mit seinem Bruder zusammen, der die verschiedenen Weine als Grundlage für Produkte in seiner Apotheke nutzte. Als jüngster Sohn studierte Paolo Weinbautechnik. Er übernahm den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters, wagte aber auch die Eröffnung der Distilleria Bertadi Berta Paolo mitten in der Stadt Nizza Monferrato.

Erfolg durch Kreativität und Einsatz

Die Anerkennung für Berta Grappa wächst langsam, aber stetig. Auch im Ausland haben die hochwertigen Produkte viel Erfolg. Mittlerweile exportiert Grappa Berta weltweit in über 60 Länder. Um sich auf dem vielfältigen Grappamarkt durchzusetzen, legt die Familie Berta von Anfang an Wert auf qualitativ exzellente Brände. Die Produkte sollen aus sich heraus überzeugen. Um sich dennoch auch vom Äußeren von anderen Grappas und Herstellern zu unterscheiden, entwirft die Familie besondere Flaschen. Diese erinnern zum Beispiel an Analysekolben aus dem Chemielabor. Außerdem trat die Familie immer wieder zur Kundengewinnung persönlich an Gastronomen und Fachgeschäfte heran.
Mit der steigenden Nachfrage wurde die Destillerie in Nizza Monferrato zu klein. 2002 verlegte die Familie ihre Produktionsstätte zurück in die Weinberge bei Casalotto die Mombaruzzo. Unter optimalen Produktions- und Lagerungsvoraussetzungen können bis zu 400.000 Flaschen jährlich produziert werden.

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Die Produktion

Die Familie Berta legt seit jeher Wert auf die ausgezeichnete Qualität ihrer Produkte. Durch handwerkliche Arbeit heben sich diese klar von anderen Grappas aus der Massenproduktion heraus. Ausschlaggebend ist hier vor allem der Trester. Dieser Begriff bezeichnet die Überreste, die bei der Pressung von Trauben anfallen. Sie sind vor allem frisch hocharomatisch, in der Weinherstellung jedoch unbrauchbar. In Verbindung mit Wasser und Zucker können sie als Maische angesetzt und mit Hefe vergoren werden.
Um den Trester frisch und feucht zu lagern, hat Berta ein eigenes System entwickelt, das die Traubentrester vor Luft und Wasser schützt. Grappa Berta setzt dabei sowohl auf Trester von Rot- als auch von Weißtrauben von ausgesuchten Winzern.

Nach der Gärung des Tresters folgt der handwerkliche Destillationsprozess. Der Alkohol und das Aroma werden in den großen Brennkolben mit viel heißem Wasserdampf aus dem Trester destilliert. Das Destillat reift für mindestens sechs Monate in Stahlbehältern aus. Sobald es die typischen Merkmale eines Grappas zeigt, wird es als klarer Grappa entweder in Flaschen abgefüllt oder für eine weitere Lagerung in verschiedene Holzfässer gefüllt. Der gelagerte Grappa wird durch die verschiedenen Holzaromen und die längere Reifezeit veredelt und in seiner Finesse abgerundet. Außerdem entwickelt er so auf natürliche Weise eine leichte Färbung, die von hellgelb über sanftes Karamell bis zu dunklem Bernstein reicht.
Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne unsere besten Grappa Berta Empfehlungen vorstellen. Wie Sie diese richtig genießen, können Sie in unserem Beitrag Wie trinkt man Grappa? nachlesen.

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Unsere Empfehlungen – klarer Grappa

Berta ValdBerta Valdavi Grappaavi Grappa 

Der Valdavi ist ein sortenreiner, weißer Grappa, der ausschließlich aus Traubentrester der Sorte Moscato gebrannt wird. Das Destillat lagert sechs Monate. In dieser Zeit entwickelt der Grappa seinen abgerundeten und edlen Geschmack. Dieser ist von blumigen Nuancen geprägt, die sich am Gaumen mit einer dezenten Süße vereinen.

 

Berta NiBerta Nibbio Grappabbio Grappa

Auch der Nibbio ist ein sortenreiner weißer Grappa. Seine Grundlage bildet die rote Rebsorte Barbera. Diese ist vor allem im Piemont zu finden. Ihr fruchtiges, leicht säuerliches Aroma spiegelt sich im floral-fruchtigen und trockenen Bouquet des Nibbios wider.

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Unsere Empfehlungen – fassgelagerter Grappa

Berta MBerta Magiaagia

Der Grappa Berta Magia ist ein außergewöhnlicher Grappa. Anders als der traditionelle Grappa, wird er aus ganzen Trauben und Most destilliert. Hierfür verwendet Berta die Trauben regionaler Winzer aus dem Piemont und greift dabei auf die drei Sorten Barbera, Malvasia und Brachetto zurück.

 

Berta SoloBerta Solopergianpergian

Ein weiterer besonderer Grappa ist der Berta Solopergian. In ihm vereinen sich die Grappas Tre Soli Tre, Roccanivo und Bric del Gaian. Er reift für 10 Jahre im Holzfass. Sehr ausbalanciert überzeugt er mit den Aromen von Vanille, dunkler Schokolade und Beeren, die im Abgang durch sanfte Karamell- und Nussnuancen unterstrichen werden.

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Berta OlBerta Oltre il Vallotre il Vallo

Im Oltre il Vallo trifft italienischer Grappa Berta auf schottischen Whisky. Nach seiner eigentlichen Lagerung reift der Grappa ein weiteres Jahr in einem ehemaligen schottischen Single Malt Fass. Durch diese außergewöhnliche Reifung treffen ausgeprägte Frucht- auf feine Raucharomen, die sich sowohl in der Nase als auch am Gaumen vielschichtig zeigen.

 

Berta GiuBerta Giulia Grappalia Grappa

Neben ausgefallenen und experimentellen Sorten produziert Berta auch viele Klassiker. Dazu zählt der Giulia Grappa. Er wird aus den Trestern der Rebsorten Chardonnay und Cortese gewonnen. Nach der Destillation reift der Grappa für 12 Monate in Eichenfässern. In seinem weichen Bouquet vereinen sich die Aromen von Vanille und tropischen Früchten.

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Unsere Empfehlungen – Liköre

Grappa Berta produziert auch hervorragende Liköre auf Grappa Basis. Dazu zählen unter anderem Variationen mit Kaffee, Kräutern und Anis, die wir Ihnen sehr empfehlen können.

Berta DiNero Crema Caffè

Berta DiNero Crema Caffe

Der Kaffeelikör geht auf ein Originalrezept vom Firmengründer Paolo Berta zurück. An diesen Ursprung erinnert das Vintage-Design der schönen Glaskaraffe. In ihr schimmert der dunkelbraune Likör. Er überzeugt mit einem tollen Bouquet, in dem sich sanfte Grappanoten mit herbem Kaffeearoma und einer dezenten Süße verbinden.

 

Berta DBerta DiBerta Amaro dErbeiBerta Amaro d’Erbe

Dieser Amaro d’Erbe ist ein traditioneller Bitter der Familie Berta. Auch er geht auf ein altes Rezept zurück. Für diesen feinen Likör auf Grappa Basis werden die Botanicals für mindestens 6 Monate mazeriert. Die verschiedenen Kräuter und Wurzeln geben ihren bitteren und krautigen Geschmack an den komplexen und intensiven bitter-süßen Amaro ab.

 

Berta DiAnisè Sambuca

Berta DiAnisè Sambuca

Auch der DiAnisè Sambuca ist ein Familienrezept und seit Jahrzehnten beliebt. Wie der Name schon vermuten lässt, wird der Likör von einem starken Anisgeschmack dominiert. Dieser verbindet sich auf der Zunge mit einer eleganten Mandelnote. Der Sambuca wird ebenfalls auf Grappa-Basis hergestellt. Neben Anis verwendet Berta auch Sternanis und Süßholz sowie weitere Gewürze zur Aromatisierung.

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Neben Grappa Berta gibt es auch weitere einflussreiche Grappaproduzenten in Italien. Vor ein paar Wochen haben wir Ihnen schon das traditionsträchtige Familienunternehmen Nonino Grappa vorgestellt.

Eine kleine Einführung in den Genuss des Tresterbrands und einige Empfehlungen für Mixpartner finden Sie auf unserem Blog unter Wie trinkt man Grappa? und Was ist Grappa?

Nicht nur Grappa Berta wird im Fass gelagert, sondern auch andere bekannte Spirituosen wie Rum, Whisky oder Cognac. Doch was heißt das eigentlich und was passiert in dieser Zeit mit dem Destillat? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen in unserem Text Fasslagerung.

CHEERS! Ihr Banneke Team

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