Welcher Gin für Martini? 5 Barkeeper Tipps

Welcher Wermut für Martini
Cocktails

Martini – das klingt bereits nach Eleganz, Stil und Klasse– und eben auch immer ein bisschen nach James Bond. Es ist nicht zu leugnen, dass der britische Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät dem Martini zu ungeahnter Popularität verholfen hat. Er ist aber auch einfach ein toller Cocktail, der sicherlich auch ohne seinen berühmtesten Genießer die gebührende Anerkennung finden würde.

Denn der Martini Cocktail ist ein echter Allrounder und kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Außerdem ist die Zubereitung recht simpel. So können Sie Ihre Gäste mit einem originellen Aperitif Drink erfreuen. Neben Wermut spielt natürlich der Gin die Hauptrolle in den Martini Cocktails. Daher beschäftigen wir uns hier mit der Frage, welchen Gin Sie zum Shaken Ihres eigenen Martinis verwenden sollten.

Natürlich gibt es nicht nur den einen Martini. Wie bei vielen berühmten Drinks der Fall, so gibt es auch beim Martini verschiedene Varianten, die sich in der Zusammensetzung minimal voneinander unterscheiden. Wir stellen Ihnen die Rezepte vor, die am weitesten verbreitet sind und geben immer auch eine Empfehlung, mit welchen Spirituosen Sie diese am besten zubereiten. Dafür haben wir unsere Top 5 Gins ausgewählt, die sich unserer Meinug nach am besten für die Herstellung des Martini Cocktails eignen.

Hier finden Sie zu jedem Cocktail ein Rezept sowie eine Video-Anleitung aus unserer Schüttelschule, mit der Sie alle Drinks ganz einfach selber mixen können.

Der klassische Martini

Simpel und doch unvergleichlich elegant. Der klassische Martini Cocktail ist einfach zeitlos. Er besteht aus nur drei Zutaten: Gin, Wermut (international auch oft als Vermouth bezeichnet) und einer Olive. Und ja, die gehört hier fest zum Rezept. Denn ein Martini ohne Olive, das ist ungefähr so wie James Bond ohne sein Bond Girl. Richtig: Es geht einfach nicht. Und so simpel mixen Sie Ihren Martini:

Zutaten:

 

Zubereitung:

Gin und Wermut zusammen mit viel Eis in ein großes Glas füllen und gut miteinander verrühren. Anschließend in eine Cocktailschale abseihen und das Ganze mit einer Olive garnieren. Das genaue Verhältnis von Gin und Wermut hängt auch von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Anstatt 6:1 können Sie auch 5:2 wählen. Jedoch sollte der Gin in dieser Mischung noch immer dominant sein. Cheers!

Unsere Empfehlungen:

Broker’s Dry Gin: Ein sehr klassischer Gin, der sich wunderbar für die Zubereitung eines Martinis eignet. Kräftiger Wacholder und schöne Zitrusaromatik.

Hayman’s London Dry Gin: Trockener Gin mit einem doch eigenen, markanten Charakter, der durch Botanicals wie Muskat, Zimt und Kassienrinde zustande kommt. Ebenfalls toll in Gin & Tonic Mischungen.

 

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Der Vesper Martini

Geschüttelt, nicht gerührt. Auch wenn man kein James Bond Fan ist, dieser Satz ist einem sicherlich im Gedächtnis geblieben. Klassischerweise ist der Martini ein gerührter Drink, aber wer will sich schon gerne mit einem Geheimagenten im Auftrag der britischen Krone anlegen? Für Herrn Bond shaken wir diesen Cocktail daher gerne. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zum klassischen Martini. Neben Gin wird für einen Vesper Martini (der nach Bond Girl Vesper Lynd benannt ist) auch Wodka verwendet. Statt Wermut kommt außerdem Lillet Blanc zum Einsatz.

Und so geht’s:

Zutaten:

 

Zubereitung:

Die Zutaten werden zusammen in einen Shaker gegeben und auf ausreichend Eis kräftig geschüttelt. Anschließend die Mischung durch ein Sieb ins Glas füllen und mit einer Zitronenzeste garnieren. Im Originalrezept aus dem Roman Casino Royale von 1953 wird für den Cocktail eigentlich Kina Lillet verwendet. Dieser wird jedoch seit 1987 nicht mehr hergestellt, weswegen wir in unserem Rezept auf Lillet Blanc zurückgreifen. Cheers!

Unsere Empfehlungen:

Gordon’s Dry Gin: Der klassische Gin für den Vesper Martini, der auch im Roman und im Film Casino Royale namentlich erwähnt wird. Außerdem wohl einer der bekanntesten englischen Gins schlechthin. Ein Muss also für echte Bond-Fans!

Bombay Sapphire Gin: Auch dieser Dry Gin, den wir in unserem Video verwenden, macht sich sehr gut in diesem Cocktail. Die zehn Botanicals verleihen der Spirituose unvergleichliche Aromen, die sehr gut mit den anderen Zutaten harmonieren.

 

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Der Gibson

Diese Variante kommt im Vergleich zum Vesper Martini dem Original Cocktail viel näher. Der einzige Unterschied, der hier besteht, ist die Art der Garnitur. Statt klassisch mit einer Olive serviert man diesen Drink nämlich mit einer Perlzwiebel. Da aber die Garnitur fester Bestandteil des Rezepts ist und sich auch geschmacklich bemerkbar macht, handelt es sich hierbei tatsächlich bereits um einen anderen Drink.

Zutaten:

 

Zubereitung:

Gin und Wermut zusammen in ein großes Glas füllen, Eis hineingeben und das Ganze sorgfältig verrühren. Anschließend durch ein Sieb ins Glas abseihen und eine Perlzwiebel mit hineingeben. Cheers!

Unsere Empfehlungen:

Bombay Sapphire Gin: Auch in dieser Variante macht sich der Bombay Sapphire sehr gut. In Kombination mit der Perlzwiebel entfaltet der Gin noch einmal neue Aromen.

Jinzu Gin: Dieser Gin kommt etwas sanfter und fruchtiger daher. Mit Sake verfeinert, bringt der Gin eine von Asien inspirierte Aromatik mit. Für all jene, die gerne ein wenig Abwechslung in klassische Rezepte bringen wollen. Auch Tonic Mischungen können Sie damit das gewisse Etwas verleihen.

 

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Mit diesen Dry Gins können Sie so gut wie nichts falsch machen. Natürlich kommt es im Endeffekt vor allem auf Ihren persönlichen Geschmack an. Denn jeder einzelne verleiht Ihrem Cocktail eine ganz eigene Nuance.

Falls Sie sich nun genauer über die verschiedenen Arten von Wermut/Vermouth informieren wollen, schauen Sie doch einfach hier nach: Wermut – Tradition voll im Trend.
Falls Sie Näheres zum Aperitif-Trend Lillet erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen diesen Beitrag: Lillet – Trendiger Aperitif und wahrer Allrounder.

Und wenn Sie sich jetzt sofort daran machen, sich Ihren eigenen Martini Cocktail zu Hause zuzubereiten, dann bleibt uns nichts anderes zu sagen als: CHEERS!

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