Mixgetränke und klassische Cocktails

Cocktails

In der heutigen Zeit erleben wir einen immer größeren Aufschwung im Bereich der „Cocktail Bars“ und das immer größer werdende Interesse daran, sich auch im privaten an der Herstellung von Mixgetränken zu versuchen.
An alle diejenigen, die gerne tiefer in die Materie eintauchen möchten, sollen sich die kommenden Beiträge in unserem Blog richten.

Zunächst möchten wir dabei auf die Ursprünge dieser besonderen Form von Genussmittel eingehen um dann in späteren Beiträgen alle Facetten der Mixologie und Barkultur zu beleuchten. Dabei hoffen wir, dass Sie als geneigter Leser sowohl gut unterhalten werden, als auch immer einen gewissen Lernerfolg erzielen können. so dass Sie schon bald mit Ihrem erworbenen Fachwissen die Welt der Spirituosen und Mixgetränke neu für sich entdecken können. Alle nötigen Zutaten und fachliche Beratung finden Sie dabei natürlich bei uns sowohl unter www.Banneke.de, als auch in unserem Fachgeschäft in der Kreuzeskirchstraße in Essen Mitte. Freuen Sie sich schon jetzt auf unser Tasting und Schulungsangebot in 2014!

Heute unterscheiden wir Mixgetränke, aus fachlicher Sicht, in viele verschiedene Gruppen. Dies hilft zum einen bei der Einteilung, als auch bei der Orientierung des eigenen Geschmacks. American Drinks werden hierbei in mehr als 40 Untergruppen unterteilt und nur wenige davon sind per Definition tatsächlich Cocktails. Eine „Colada“ wäre in diesem Fall streng genommen eine „Colada“ und kein „Cocktail“. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich das Wort Cocktail jedoch für alle Arten von Mixgetränken eingebürgert und soll daher, der Einfachheit halber, auch hier so verwendet werden. Über den Ursprung des Wortes ranken sich derweil viele Gerüchte. Erstmals erwähnt wurde es jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit am 13. Mai 1806 in der US amerikanischen Zeitung: „The Balance“ mit der Definition: „Cock tail, then in a stimulating liquor, composed of spirits of any kind, sugar, water and bitters …“.
Der Bezug auf den Hahnenschwanz (engl. cock tail) hat allerdings viele Ursprünge von denen sich keiner so ganz belegen oder verwerfen lässt. Sicherlich spielt auch die bunte Färbung des Gefieders hierbei eine tragende Rolle.

Ausgehend von der ursprünglichen Definition unterteilt man heute viele der für uns „klassischen Cocktails“ in folgende drei Kategorien: Dry-, Medium-, Sweet- Cocktails wobei immer die im Folgenden beschriebenen Grundbestandteile eines Mixed Drinks Verwendung finden. Diese möchte wir Ihnen anhand unseres ersten Beispieles aus der Welt der klassischen Cocktails und mit hervorragenden Produktenπ aus unserem Sortiment gerne verständlich machen.

Als Drink werden Sie heute den ersten echten Cocktail der Geschichte kennen lernen.
Den „Old Fashioned“!
Ein „Old Fashioned“ spiegelt genau die oben erwähnte Definition des Wortes Cocktail wieder. Ursprünglich mit Rye oder Bourbon gemixt um die damals minderen Qualitäten Trinkbar zu machen, bieten heute auch viele weiter „Old Fashioned“ Varianten mit zum Beispiel Rum oder Anejo Tequilas eine spannende Vielfalt mit nur einem Drink. Vor allem die Wahl des verwendeten Bitters hat hierbei besonders großen Einfluss auf den endgültigen Drink. Besonders die Bitters von „The Bitter Truth“ bieten hierbei eine qualitativ außerordentlich hochwertige Vielfalt. Diese können Sie in großer Anzahl bei uns finden.

Für unseren „Old Fashioned“ verwenden wir folgendes Rezept mit einigen einzigartigen Schätzen aus unserem Geschäft.

Makers Mark 46

Hier also der: „Banneke 46 Old Fashioned“
// 5cl Makers Mark 46
// 2 dash TBT Orange Bitters
// 1 Stück Würfelzucker
// Ein Spritzer Sodawasser

Den Würfelzucker in ein Tumblerglas geben und mit dem TBT Orange Bitter beträufeln. Anschließend wenig Soda über das Zuckerstück geben und dieses langsam zerdrücken, sodass sich der Zucker mit dem Bitter in dem wenigen Soda auflöst. Anschließend den Makers Mark 46 hinzugeben und das Glas mit viel Würfeleis auffüllen. Alles zusammen im Glas einige Zeit (etwa 20sek.) verrühren und anschließend mit der Orangenzeste garnieren. Cheers!

  1. Die Basis (engl. = base)
    Basisspirituosen welche dem Drink Grundrichtung verleihen:
    In unserem Beispiel Maker´s Mark 46
  2. Geschmackswandler (engl. = mixer)
    Verändert die Grundrichtung, ohne diese zu überlagern, reduziert den Alkoholgehalt oder verlängert das Getränk.
    In unserem Beispiel: Sodawasser und Würfelzucker.
  3. Aromageber (engl. = modifier oder flavoring part)
    Rundet den Drink ab und ermöglicht auch optische Veränderrungen. Wird oft nur in sehr geringen Mengen gebraucht.
    In unserem Beispiel: TBT Orange Bitters
  4. Feste Bestandteile
    Sind teilweise Grundbestandteile eines Drinks (Minze etc.). Manchmal aber auch „nur“ Garniturelement.
    In unserem Beispiel: Orangenzeste

Diese vier Bestandteile finden sich in jedem Mixdrink in vielen verschiedenen Formen wieder. Nimmt man sich diese als Faustregel, so kann man auch beim Experimentieren nie ganz daneben greifen. Hierzu kommen wir noch in einem späteren Beitrag. Um Ihnen noch weitere Facetten der klassischen Cocktails vorzustellen, freuen sie sich in den kommenden Tagen auf unsere Interpretationen eines: Negroni, Manhattan, Side Car und Daiquiris.

Ihr Banneke Team

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