Klassische Cocktails: Daiquiri

Als nächsten Cocktailklassiker wollen wir uns heute den Daiquiri vornehmen. Ein Drink den die meisten wahrscheinlich schon einmal in irgendeiner Form getrunken, oder zumindest auf einer Getränkekarte gefunden haben. Dies liegt vor allem an der enormen Wandelbarkeit des Grundrezeptes, das eine hervorragende Basis für fruchtige Varianten, wie „Frozen Daiquiri“ bietet.

Nachdem wir also ein wenig über die Hintergründe des Cocktailklassikers informieren, gehen wir dazu über, Ihnen unsere Rezepte und Varianten vorzustellen.



Hintergründe

Wie bei den meisten Cocktailklassikern, lässt sich auch beim Daiquiri wieder nicht ganz genau bestimmen wo und wann er zum ersten Mal gemixt wurde. Zumal sich das Rezept selbst recht einfach gibt. Angenommen wird, dass man in der Karibik im späten 1900 Jahrhundert dazu kam die heimischen Rums auch zum Mixen von Cocktails zu verwenden.

Der Daiquiri hat jedoch mehr als nur seine Entstehungsgeschichte zu erzählen. Sein wohl berühmtester Fan war Ernest Hemingway. Der Ort, an dem er nicht nur den Daiquiri am liebsten gemixt bekam, war die „El Floridita“ Bar in Havana.

Diese wirbt noch heute mit dem Slogan: „La Cuna del Daiquiri“ was soviel heißt wie: „Die Wiege des Daiquiri“. Mit Sicherheit ist sie die „Wiege“ der von Mr. Hemingway bevorzugten Variante, dem „El Floridita Daiquiri“.

Die Besonderheit bei dieser Variante ist, dass ein Teil der Süße nicht vom Zuckersirup kommt, sondern zusätzlich Maraschino verwendet wird. Dies war wohl ursprünglich auf die Diabetes Erkrankung von E. Hemingway zurück zu führen, entpuppte sich aber im Glas als echter Glücksgriff!

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Herstellung

Als Basis für fast jede Form des Daiquiri verwendet man einen Blanco Rum auf Melassebasis. Hierfür eignen sich besonders: Matusalem Platino, Bacardi Superior Heritage oder Brugal Ron Blanco Supremo. Diesen mischt man einfach mit Limettensaft und Zuckerrohrsirup. Fertig ist der klassische Daiquiri. Als Garnitur empfiehlt sich ein Limettenkeil. Er bietet im Gegensatz zu einer Limettenscheibe mehrere Vorteile die bei näherem Betrachten auf der Hand liegen. Zum einen hängt ein Limettenkeil stabiler am Glasrand und stört einen beim Trinken weniger schnell im Gesicht. Zudem kann man ihn, falls man dies möchte, auch viel einfacher essen. Oder einfach den Saft mit den Fingern auspressen, falls man seinen Drink etwas saurer genießen möchte. Auch dem Thema Garnituren werden wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal widmen.

Kleine Notiz am Rande: Agricole oder Martinique Rhum ist zwar prinzipiell für das Mischen mit Zucker und Limette gut geeignet, jedoch handelt es sich dann nicht mehr um einen Daiquiri, sondern vielmehr um einen „Ti’Punch“. Ebenfalls ein Cocktail welchem wir uns noch einmal widmen werden, welcher jedoch in seiner Aromatik völlig anders angelegt ist.


Rezepte

Nun folgen unsere Rezeptvorschläge. Wir haben Sie hier mitsamt Produktvorschlägen verschriftlicht. Im Anschluss an jedes Rezept finden Sie aber auch noch unsere Video-Anleitung von unserem YouTube Kanal, der Schüttelschule, vor.

Banneke’s Favourite Daiquiri

Zutaten:

Daiquiri: Bacardi Superior HeritageSaint James Rohrsirup

Zubereitung:

Alle Zutaten zusammen in einen Shaker geben und anschließend mit viel Würfeleis auffüllen. Kräftig und relativ kurz Shaken und mit Strainer (Barsieb) und Feinsieb in eine vorgefrostete Martinischale abseihen. Am Glasrand mit einem Limettenkeil garnieren.

CHEERS!

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Floridita Daiquiri

Für Hemingway’s Lieblingsvariante des klassischen Cocktails brauchen Sie die folgenden Zutaten:

Daiquiri: Luxardo Maraschino

Saint James Rohrsirup

Havana Club 3 anos

Zubereitung:

Crushed Eis in einen Mixer geben. Anschließend allle flüßigen Zutaten hinzufügen. Kräftig mixen, damit das Crushed Ice schön fein ist und dem Daiquiri seine schöne Sorbet-Textur verleiht. Abschließend in eine Martinischale abseihen. Sie können ihn mit einer Griottes oder Cocktailkirsche im Glas garnieren.

CHEERS!


Eine weitere Variante: der Frozen Daiquiri

Eine Variante des Daiquiris welche viele sicher kennen und besonders schätzen sind die eingangs schon erwähnten „Frozen“ oder „Fruit“ Daiquiris. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Rezeptur, sondern auch in der Herstellung, Präsentation und Textur deutlich von ihrem Stammvater. Besonders beliebt sind erfahrungsgemäß „Strawberry“ und „Raspberry“ Daiquiris.

Für beide Varianten finden sie bei uns die passenden Pürees. Jedoch eignen sich auch tiefgefrorene Früchte für die Herstellung. Bei diesen sollte man allerdings immer berücksichtigen, dass sie von Haus aus relativ viel Säure mit in den Drink bringen. Also sollte man vorsichtig mit dem entsprechen Fruchtsirup oder Zucker angleichen. Bei der Herstellung sollte ein möglichst starker und robuster Elektromixer verwendet werden, da nur mit diesem und dem richtigen Würfeleis die gewünschte Konsistenz erzielt werden kann.

Ihrer Phantasie ist beim Experimentieren mit diesem Grundrezepten kaum Grenzen gesetzt. Fast alle gefrorenen Früchte lassen sich zu spannenden Varianten einsetzen. Ganz zu schweigen von der Vielzahl an aufregenden Rums, welche Sie hier finden können.

Hier also die Anleitung für einen Frozen Strawberry Daiquiri. Die Frucht lässt sich, wie gesagt, mit der Ihrer Wahl austauschen.

Frozen Daiquiri

Daiquiri: Metusalem Platino RumMonin Püree StrawberryMonin-Erdbeer-Sirup

Zubereitung: Den Boden des Elektromixers mit etwa zwei Händen voll gefrorenen Früchten bedecken. Anschließend alle weiteren Zutaten hinzufügen. Den Mixer auf hoher Stufe so lange arbeiten lassen (meist etwa 20sek.), bis sich eine sämige, halbgefrorene Konsistenz ergibt. Abschmecken und gegebenenfalls noch einmal kurz mixen. Anschließend in ein Tumbler gießen und mit der entsprechenden Frucht garnieren.

CHEERS!

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Abachließend sei noch erwähnt, dass auch wir eine weitere Variante kreiert haben mit Hilfe eines unserer eigenen Produkte: den FUMMELN Daiquiri. Wenn Ihnen das jetzt keine Lust auf einen Daiquiri gemacht hat, dann wissen wir auch nicht weiter. Obwohl – doch: Stöbern Sie nach anderen Cocktailrezepten auf unserer Schüttelschule oder nach weiteren interessanten Beiträgen hier auf unserem Blog. Da empfehlen wir Ihnen thematisch anschließend den Beitrag Bester Rum aus Inselstaaten: Die kleinen Antillen. Dort finden Sie Informationen über einzelen Produkte, aber auch über den hier erwähnten Ti’Punch. Wir thematisieren auch andere Länder und Inseln, die Rum produzieren, wie zum Beispiel Japan.

Falls Sie dennoch nicht fündig werden oder Ihnen eine persönliche Beratung für den letzten Entscheidungsschritt felt, kommen Sie doch einfach vorbei. Unsere Mitarbeiter im Laden in der Essener Innenstadt helfen Ihnen gerne weiter. Auch telefonisch oder mit einer Mail an info@banneke.de können Sie uns Ihre Anliegen mitteilen.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Stöbern, Mixen und sagen

CHEERS!

Ihr Banneke Team

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