Wodka heute: Geschmack von Wodka im Wandel der Zeit- Empfehlungen für unterschiedliche Wodkatypen!

Wodka

Der Geschmack von Wodka unterliegt immer einem Trend. Was in Mode ist, richtet sich nach den Wünschen der Kunden. Und auch nach den handwerklichen und industriellen Möglichkeiten der Zeit. Würde man Trends in einem Diagramm abbilden, so werden Sie feststellen, dass es sich dabei immer um ein Streben nach Extremen handelt. Ein Auf und ein Ab.

Hier kommen Sie ganz leicht durch Klicken zu den einzelnen Abschnitten:

 

Geschmack von Wodka im Wandel der Zeit

Historisch gesehen, besaß Wodka Geschmack. Er war also nicht völlig geschmacksneutral. Auch unterschiedliche Intensitäten und Schwankungen im Ethanol- und Methylalkoholgehalt waren inbegriffen. Diese Wodkas zählen zum sogenannten Eastern-Style. Sie sind aromatisch und der Rohstoff färbt eindeutig den Geschmack.

Mit dem Cocktailboom im frühen 20. Jahrhundert fasste auch der Wodka endlich im westlichen Europa Fuß. Wodka wurde im europäischen Westen wie auch in den USA jedoch in erster Linie als Basis für viele Cocktails genutzt. Klar, dass der Geschmack des aufwendig kreierten Cocktails nicht abgeschwächt werden sollte. Deshalb sollte der Wodka möglichst geschmacksneutral sein, also im sogenannten Western-Style kommen. So kamen Wodkas im Eastern-Style etwas aus der Mode.

Wodka – geschmacksneutral und weich

Verschiedene Marken übertrafen sich selbst. Innovative und aufwendige Destillationsanlagen garantieren deshalb bis heute edelste Wodkas mit weichem Mundgefühl und fast absoluter Aromafreiheit.

Dies hat aber auch zur Folge, dass mehr als das Maximum an Geschmacksneutralität im Western-Style (Wodkas im Western-Style) nicht mehr erreicht werden kann. Weniger Geschmack als Null gibt es schließlich nicht, und so wurde im Laufe der Zeit das Segment Wodka zu einem tendenziell sehr homogenen Feld.

Aber Wodka kann viel mehr sein und bietet eigentlich ein weites Spektrum und einen unerschöpflichen Facettenreichtum. Wodka lediglich als Basis für Cocktails zu betrachten, wird dieser Spirituose definitiv nicht gerecht.

Wodka mit Ecken und Kanten – Individualisten aufgepasst

Der aktuelle Trend geht wieder zum puren Genuss der Spirituose. Und dieser fordert nahezu ein divergentes Wodkaangebot auf dem Markt. Das bedeutet der eigene Geschmack von Wodka darf wieder im Vordergrund stehen.

Vom Western-Style wieder hin zum Eastern-Style (Wodkas im Eastern-Style), das ist die Devise. Charakterstarke Wodkas mit Ecken und Kanten und individuellem Geschmack: Destillate mit intensivem Eigenaroma sind auf dem Vormarsch und bieten zukünftig tolle Alternativen. Trauen Sie sich! Testen Sie sich durch das florierende und wachsende Angebot! Die vermeintlich langweilige Spirituosenkategorie Wodka erwacht wieder zu neuem Leben und bietet eine enorme geschmackliche Vielfalt.

 

Geschmackliche Vielfalt – Wodkatypen

Verlieren Sie nicht den Kopf. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Unterschieden im Geschmack von Wodka aufschlüsseln, Und Ihnen erste Anhaltspunkte bieten, die Ihnen Ihre Suche erleichtern sollen. Denn die Suche nach einem individuellen und charakterstarken Wodka in einem stark wachsenden Segment ist immer Pionierarbeit.

Die Qualität und der Charakter eines Wodkas setzen sich aus vielerlei Faktoren zusammen. Dabei spielen vor allem die Wahl des Rohmaterials und die Art der Weiterverarbeitung eine entscheidende Rolle.

Die Wahl des Ausgangsstoff

Roggen, Weizen, Kartoffeln und Melasse bilden am häufigsten die Basis für den GeschmackWodka. Aber auch andere Getreidesorten wie Hafer, Gerste oder Mais sind wunderbare Rohstoffe für Wodkas. Alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs, die mit Hilfe von Hefe in gärfähigen Zucker umgewandelt werden können, bieten sich als Rohstoff für Wodka an. Daher ist Auswahl nahezu unerschöpflich: Reis, Trauben, Quinoa sogar Meerrettich

Qualität ist das Stichwort!

Aber die Qualität des Rohstoffs wirkt sich maßgeblich auf das Destillat und somit auch auf den Geschmack von Wodka aus. Aber auch nur in einem klar definierten Rahmen. Was meinen wir damit?

Destillation

Der Wodka-Produzent entscheidet sich zu Anfang, ob er gerne eine geschmacksneutrale oder eine charakterstarke Spirituose produzieren möchte. Diese Entscheidung gestaltet den weiteren Ablauf der Destillation. Das bedeutet, hier teilt sich das Segment bereits in Western-Style und Easter-Style Wodkas auf!

Wodkas im Eastern-Style sind sehr aromatisch und  führen hauptsächlich Aromen der verwendeten Rohstoffe. Der Grund ist: Eine geringe Destillationsanzahl bewrikt ein aromatisches Destillat mit starkem Charakter. Diese Wodkas müssen deshalb als Ausgangsstoff qualitativ hochwertige Rohstoffe haben. Da der intensive Geschamck der Rohstoffe  gewünscht ist, des werden weitere optimierenden Verfahren werden vermieden.

Bei Western-Style Wodkas ist ein weicher und neutraler Geschmack gewünscht. Deshalb wird der Rohalkohol sehr häufig gebrannt. So können aber auch eventuelle Mängel der Rohstoffe ausgeglichen werden. Die Wahl der Rohstoffe fällt dementsprechend bei einer industriellen Destillation nicht so stark ins Gewicht. Deshalb gilt: Je höher die Anzahl an Destillationsdurchläufe ist, desto weicher und neutraler das Destillat. Theoretisch besteht so die Möglichkeit, auch minderwertige Rohstoffe zu verarbeiten. Wodkas im Wester-Style eignen sich aber für ein kreatives Handling. Neben dem Einsatz als Basis für Cocktails, bietet sich eine Vielzahl anderer Möglichkeiten.

In einem anderen Beitrag „Was ist Wodka“ auf unserem Blog werden die Destillations- und Filtrationsmethoden nochmal eingehend behandelt.

 

Kategorisierung von Wodka

Die Kategorisierung von Wodka ist schwierig. Einen Versuch hat unter anderem Florian Renschin unternommen. Die Dimensionen umfassen sowohl Herkunft und Rohmaterial als auch die Anzahl und Art der Destillation. Ein weiteres und wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Wodka liegt ganz klar in der Geschmacksintensität. Diese reicht von aromatisch bis neutral, also von Eastern- Style bis Western-Style.

Quelle: Florian Renschin, Gründer von Freimut, Präsentation auf der Vodka Summit 2017, London
Herkunft:

Ist de Wodka in Ihren Händen ein europäisches Produkt?

Oder handelt es sich dabei um ein US-amerikanisches Produkt?

Diese Fragen ist wichtig, denn je nach Herstellungsland gelten andere Richtlinien für die Produktion.

Rohmaterial:

Welche Rohstoffe wurden verwendet?

Die Auswahl ist groß. Am häufigsten treten Weizen, Roggen, Kartoffel und Melasse sowie Mais auf.

Produktion:

Wie wurde der Alkohol hergestellt?

Hier entscheidet sich bereits, welchen Einfluss das Rohmaterial auf die Spirituose haben soll.

Industrie Manufaktur

Beziehen Rohalkohol von großen Herstellern

In großen Rektifikationsanlagen produziert

Tendenziell geschmacksneutral

Stehen in enger Zusammenarbeit mit Bauern

Alkohol ist handwerklich hergestellt

Überwachen jeden Schritt vom Feld bis in die Flasche

Tendenziell aromatische Destillate

Stile:

Der Stil eines Wodkas orientiert sich an der Geschmacksintensität und an der Herstellungsmethode.
Schmeckt der Wodka neutral, zählt er als Western-Style.
Ist der Wodka aromatisch? Schmecken Sie die Rohstoffe heraus? Dann zählt er zum Eastern-Style.

Grauzonen gibt es natürlich! Diese unterliegen Ihrer persönlichen Meinung. Zum Beispiel, ob für Sie die Geschmackintensität hoch, niedrig oder mittel ist.

Vodka darf Geschmack haben

Vodka-Energy kennt jeder, Vodka-Soda mögen die ein oder anderen auch mal gehört haben. Auch Wodka-O oder nachträglich aromatisierte Wodkas mit Blaubeere oder Kirsche und Apfel Geschmack sind auch keine Neugheit mehr. Ebenso Begriffe wie „Eastern-Style“ und „Western-Style“ haben Sie hier bereits kenngelernt.

Anhand dieser kleinen Auflistung zeigt sich schon, dass das Feld weit ist und die Nachbereitung vielseitig.

Nachbereitung

Auch wenn der Wodka bereits gut ist, neigen Marken dazu, ihrem Destillat noch mal einen individuellen Stempel aufzudrücken. Das kann markenstrategische oder optimierende Gründe haben. Dies beginnt bei diversen Filtrationsmethoden und endet bei auffälligen Flaschendesigns.

Deshalb werden Optimierungsversuche unternommen und diese unterteilen sich in subtraktive und additive Verfahren:

Optimierungen zum Geschamck von Wodka; Quelle: Florian Renschin, Gründer von Freimut, Präsentation auf der Vodka Summit 2017, London
Quelle: Florian Renschin, Gründer von Freimut, Präsentation auf der Vodka Summit 2017, London
Nachbereitung: Subtraktive Verfahren

Ziel ist es, die Geschmackneutralität des Destillates weiter auszubauen.

Technische Optimierung wie:

•             Redestillation

•             Filtermethoden

Additive Verfahren

Einfluss auf den Geschmack und/oder das Mundgefühl und/oder den optischen Effekt nehmen

Zufügen von Substanzen durch:

•             Rounding

•             Blending

•             Aromatisieren

Subtraktive Verfahren werden hauptsächlich dort eingesetzt, wo noch mehr Geschmacksneutralität erlangt werden soll. Also vorwiegend bei Wodkas im Western-Style.

Diese Wodkas können nachträglich  durch additive Verfahren  aromatisiert werden. So werden neutral schmeckende Wodkas wunderbar aufgepeppt mit beispielsweise Apfelgeschmack. Dieser würde dann unter die Kategorie aromatisierte Wodkas fallen.

Empfehlungen:

Western-Style, Eastern Style und aromatiserter Wodka

Western-style Wodka

Sie suchen geschmacksneutralen Wodka , um Cocktails zu kreieren? Das Aroma der Grundstoffe für Sie keine Priorität? Dann empfehlen wir Ihnen den Bereich der Western-Style Wodkas .

Hier können Sie unter verschiedensten Sorten und Marken wählen, die sich unter anderem durch ihre Filtrationsmethoden oder ihre Designs unterscheiden und abheben.

Empfehlungen:

Kohlefiltration:             Belvedere Vodka 40%; Skyy Vodka 40%

Diamantfilter:               Three Sixty Vodka 37,5%

Kältefiltration:             Gorbatschow 37,5%

Milchfilter:                    Parliament Vodka 40%

Design:                           Firestarter Vodka 40%

 

Eastern-Style Wodka

Sind Sie an einem geschmacksintensiveren Wodka interessiert? Sie wollen Wodka pur genießen? Der Charakter des Wodks möchten Sie in Ihrem Drink wiederfinden? Dann halten Sie sich doch an klassische oder moderne Eastern Style Wodkas. Einige Empfehlungen haben wir unten aufgeführt.

Empfehlungen:

Roggen:           Freimut 40%

Weizen:           Absolut Elyx 42,3%

Gerste:            Polugar Barley 38,5% (streng genommen kein Vodka)

Kartoffel:        Windspiel Barrel Aged Potato Vodka 42%

 

Aromatiserte Wodkas

Der Wodkabereich bietet aber auch Alternativen für Genießer, denen der reine Wodkageschmack nicht unbedingt zusagt. So haben aromatisierte und verfeinerte Varianten den Markt weiter aufgefächert. Hier reicht das Spektrum von mittlerweile fast klassischen Fruchtvariationen bis hin zur Verfeinerung durch Cognac.

Empfehlungen:

Süßlich:               Ciroc Peach Vodka 37,5%

Scharf:                 Absolut Peppar 40%

Würzig:              Absolut Oak 40%

Büffelgras:         Grasovka Vodka 40%

Cognac:               Grey Goose VX 40%

 

Fazit

Wie Sie sehen ist Wodka bei Weitem nicht mehr die langweilige Spirituose, die Sie eventuell aus frührer Erfahrung erwartet haben. Auch aufgrund der stärker werdenden Cocktailkultur hat sich ein breites Spektrum unterschiedlichster Stile und Geschmäcker entwickelt. Daher laden wir Sie herzlich ein, die Welt des Wodkas genauer zu erkunden. So können Sie sich ein besseres Bild dieses traditionsreichen Destillates machen.

CHEERS!

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