Whiskysorten aus Schottland – Was schmeckt?

Whiskysorten

Blended Whisky, Single Grain, Single Malt, Scotch – sind alles Begriffe beziehungsweise Whiskysorten, die Ihnen auf der Suche nach einem Scotch Whisky auf jedenfalls schon mal begegnet sind.
In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen die verschiedenen schottischen Sorten für Scotch Whisky vor und geben gleichsam Tipps, auf was Sie achten sollten.
Wenn Sie bereits ein vertieftes Wissen über die verschiedenen Whiskysorten haben, dann finden Sie konkrete Whisky-Empfehlungen in folgenden Blogbeiträgen:

Profi-Empfehlung: Whisky bis 40 Euro
Profi-Empfehlung: Whisky bis 30 Euro
Geschmacksbeschreibung Whisky: Blumenwiese, Lagerfeuer und Seetang?

Aber „wo liegen die Unterschiede?“ und viel wichtiger – „was schmeckt?“ – das klären wir im Folgenden und schlagen zudem beispielhafte Whisky-Empfehlungen zu den jeweiligen Whiskysorten vor.


Single Malt Whisky – No.1 der Whiskysorten

Dieser Scotch Whisky erlebt seit den 1960er Jahren wieder einen Aufschwung. Nachdem dieser fast durch Blends aus der Whisky-Welt verdrängt wurde, zählt diese Sorte seit einigen Jahren wieder zu den erfolgreichsten schottischen Whiskys weltweit.
Ein Single Malt Whisky wird aus gemälzter Gerste und in Pot Stills hergestellt. Des Weiteren darf ein Scotch Whisky erst als wahrer Single Malt bezeichnet werden, wenn er aus ein und derselben Destillerie stammt und zudem in dieser auch gereift ist. Die angegebene Altersangabe bezieht sich auf den jüngsten enthaltenen Whiskyanteil, denn auch für einen Single Malt wird vom Master Blender aus verschiedenen Fässern geschöpft.

 

Glendronach 18 Years Allardice 46%

Glendronach 18 Years Allardice 46%Wie für die Brennerei typisch finden wir auch in diesem 18-jährigen Single Malt charakteristische Noten von Sherry. Sie schenken dem Single Malt Whisky schöne Fruchtaromen. Dörrobst, Rosinen und andere getrocknete Früchte gestalten das Bouquet und auch den Geschmack dieses schottischen Whiskys. Dennoch lassen die Noten von Sherry Raum für ursprüngliche Aromen. Eine gelungene vollmundige Balance, die mit aufregenden dezenten Pfeffernoten und Orange aufwartet. In Fachkreisen sehr beliebt, aber durchaus auch ein toller Scotch Whisky für Einsteiger.

  • Sherry-Süße
  • Pfeffer und Orange
  • vollmundige Balance

 

Ardbeg Malt 10 Years 46%

Ardbeg Malt 10 yearsAus der Destillerie Ardbeg von der Insel Islay stammt dieser gute und vor allem prämierte Single Malt Whisky. Charakteristisch sind hier die salzigen und torfigen Eindrücke. Diese werden begleitet von interessanten Zitrusnoten und dunkler Schokolade. Gelernte Zungen nehmen hier auch Eindrücke von geräuchertem Speck und Pfeffer wahr. Auch zarte Kaffeenoten schwingen in dieser Komposition mit.

  • maritime Eindrücke
  • torfig
  • Räucherspeck und Pfeffer

Ebenfalls in die Kategorie der rauchigeren Whiskys gehört der Talisker sowie Whiskys von Lagavulin.

 

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Pure Malt – fein und Oho!

Diese Whiskysorte ist ein Blend und wird manchmal auch noch als Vatted Malt bezeichnet. Eine Bedingung für die Herstellung dieses schottischen Malts ist, dass ausschließlich Malts miteinander vermählt werden und dies unter dem strengen Ausschluss von Grain Whisky geschieht.

 

Monkey Shoulder Blended MaltMonkey Shoulder Blended Malt 40%

Ein sehr gelungener Blended Malt, den Sie unbedingt mal probieren sollten, ist der Monkey Shoulder. Er entstammt einer Vermählung von schottischen Malts aus den berühmten Speyside Brennereien Balvenie, Glenfiddich und Kininvie. In diesem Blended Malt präsentieren sie sich in einem wirklich sehr gelungenen Gewand. Raffiniert mit einem eindeutigen Malzgeschmack überzeugt dieser Whisky zudem mit einer ergänzenden Süße und zarten Noten von Eiche.

  • Malzgeschmack
  • süßliche und holzige Noten

 

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Grain Whisky – fein oder lieber doch nicht?

Diese Whiskysorte unterscheidet sich vom Single Malt durch zwei Eigenschaften. Zum einen ist für die Herstellung eines Grain Whiskys nicht festgelegt, aus welchem Getreide er denn nun gewonnen wird und zum anderen ist die Destillationsart nicht klar vorgeschrieben. Aus Kostengründen wird in der effizienteren Column Still destilliert. Daraus resultiert zwar ein weicherer Geschmack, aber auch, dass weniger Aromen in dem Destillat erthalten bleiben. Dadurch eignet er sich, starke und intensive Malts für die breite Masse zugänglicher zu machen und fließt dadurch eher in die Herstellung von Blended Malts ein.

 

Single Grain- Spezialitäten:

Wir geben zu, Single Grain Whisky ist eher eine Randerscheinung unter den Whiskysorten und ist nicht jedermanns Geschmack! Dem einen ist er geschmacklich zu leicht, dem anderen genügt er nicht den Ansprüchen an die Handwerkskunst von gutem Whisky. Aber wie dem auch sei: Erlaubt ist, was schmeckt und den ein oder anderen Liebhaber hat dieser Single Grain Whisky bereits. Vielleicht sind Sie nach einer Verkostung ja der Nächste? Sie werden überrascht sein.

 

Girvan Patent Still No.4 Apps Single Grain 42%

Girvan Patent Still Single Grain 42%Zu den wirklich guten und sehr raren Single Grain Whiskys gehört definitiv dieser aus dem Hause William Grant&Sons. Dabei spielt die Patent Still eine besonders wichtige Rolle, in der mithilfe von Vakuum unter geringer Temperatur gebrannt werden kann. Durch dieses Verfahren bleiben wertvolle Aromen in dem Whisky erhalten, die normalerweise bei diesen Whiskys durch die Produktion verloren gehen.
Ein fruchtiges Destillat mit zarten Geschmackseindrücken und sanftem Körper, das durch die Reifung in Eichenfässern eine Sonderstellung in dieser kleinen Spate der gelungenen Single Grain Whiskys erhält.

  • leichter Geschmack
  • fruchtige Tendenzen
  • im Eichenfass gereift

 

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Blended Whisky – Everybody’s Darling der Whiskysorten

Tendenziell mittlerweile eher verschrien als gefeiert: der Blend. Ein Blend ergibt sich aus der Vermählung von weichem Grain Whisky und aromatischem Malt Whisky. Nicht ohne Grund feierte der Blended Whisky sehr lange Zeit einen Siegeszug, denn das kostengünstigere Brennverfahren für diese Spirituose wirkt sich letztendlich auch auf den Gesamtpreis des Whiskys aus. Zudem ist der Geschmack zugänglicher, weil das meist sehr kräftige Aromenprofil des Malts abgeschwächt wird. Auch das genaue Mischverhältnis für Blended Whisky ist nicht festgelegt und kann bis zu 50 verschiedene Malts umfassen. Bei bekannten Marken ist das Verhältnis zwischen den Anteilen natürlich konstant, um einen gleichbleibenden Geschmack der Scotch Whiskys zu garantieren.

 

Antiquary 12 Years 40%

Antiquary-12-Years-40-0.70Dieser Scotch Whisky besitzt neben seinem ausgefallenen Flaschendesign auch eine ausgefallene Fruchtbetonung. Zarte Einflüsse von Gewürzen und Honig sowie Rauch geben diesem Whisky das gewisse Etwas. Ein gelungener Blend, der die Einflüsse von verschiedenen Destillaten gekonnt zusammenbringt.

  • Gewürze
  • Honig und Frucht

 

Chivas Regal 18 Years 40%

Chivas-Regal-18-Years-40-0.70Die Deluxe-Variante ist ganz klar der 18-jährige Whisky von Master Blender Colin Scott, erstmals lanciert im Jahr 1997. In diesem Whisky treffen getrocknete Früchte auf Lebkuchen, gepaart mit Schokolade und Rauch. Durch dezent florale Noten ergibt sich ein tolles Geschmackserlebnis, welches es schafft, den Blended Scotch Whisky vielleicht doch wieder aus der „Friendzone“ zu holen.

  • getrocknete Früchte
  • Lebkuchen und Schokolade

 

Chivas Royal Salute 21 Years 40%

Chivas-Royal-Salute-21-Years-40Definitiv dem Premium-Segment zugehörig ist der 21-jährige Chivas Royal Salute 40%. In diesem Whisky vereinen sich hochwertige Malts und Grain Whiskys, welche jeweils zuvor in Fässern aus Eiche reifen durften. Das Bouquet dieses Whiskys ist ebenfalls fruchtbetont mit rauchigen Anklängen. Der Geschmack ist geprägt von nussigen Tönen und einer leichten Süße, die in der fast cremigen Textur gut transportiert wird.

  • vollmundig 
  • leicht rauchig
  • lang anhaltend

Weitere tolle Empfehlungen zu Blended Whisky finde Sie unter: Blended Whisky: Unser Best-of.

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Nun haben Sie einen ersten Eindruck über die verschiedenen Whiskysorten und wir können in einem nächsten Beitrag Schottland und seine Whisky-Regionen näher unter die Lupe nehmen: Speyside, Islands, Highlands und Lowlands, um mal die vier wichtigsten Regionen zu nennen. Sie bieten der Reifung des Whiskys unterschiedliche Bedingungen, die sich natürlich auch auf das Geschmacksprofil jedes Whiskys auswirken. Gepaart mit den individuellen Stilen der Brennereien ergibt sich eine schier unendliche Zahl toller Whiskys. Die besten jeder Whisky-Region wollen wir Ihnen in weiteren Blogbeiträgen vorstellen. In unserem Banneke Webshop können Sie sich bereits jetzt über eine breite Palette an schottischen Whiskeysorten und ihre jeweilige Region ansehen und alles über Herstellung, Nosing und Geschmack erfahren!

Wenn Sie bereits einen tolle Whisky gefunden haben und mal was Neues ausprobieren möchten: Probieren Sie doch einmal einen von unseren sehr leckeren Whisky-Cocktails, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten und die Sie ganz einfach zu Hause nachmixen können.  In unserer Youtube Schüttelschule finden Sie zudem auch weitere Anregungen für geniale Cocktail-Rezepte und Ideen.

Bis dahin viel Spaß beim Ausprobieren und ein CHEERS !

Ihr Banneke-Team

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