Grundausstattung für Ihre Hausbar – Alles außer hochprozentig

Träumen Sie davon, nach Feierabend zu Hause an leckeren Cocktailkreationen zu tüfteln oder Ihre Freunde auf Partys mit Ihren Mixkünsten zu beeindrucken? Dann sollten Sie sich eine eigene Hausbar anlegen. Das ist einfacher, als Sie vielleicht denken, denn für den Anfang reichen eine begrenzte Anzahl an Zutaten und etwas Platz im Getränkeregal. Im letzten Monat haben wir Ihnen bereits verraten, welche Spirituosen als Grundausstattung für Ihre Hausbar unverzichtbar sind. Aber um leckere Cocktails herzustellen, braucht es mehr als nur Spirituosen. In diesem Beitrag erfahren Sie deshalb, welche anderen Getränke Sie noch vorrätig haben sollten. Damit Sie alles nötige direkt einkaufen können, verlinken wir natürlich zu jedem Getränk einen Produkttipp aus unserem Onlineshop.


Nice to Have – Weitere Zutaten für den Anfang

Die gute Nachricht ist: Wenn Sie jeweils eine Sorte der sechs meistverwendeten Spirituosen vorrätig haben, dann ist der wichtigste Schritt zur Grundausstattung für Ihre Hausbar schon getan.  Die meisten Spirituosen sind sehr vielfältig anwendbar. So können Sie mit einem überschaubaren Grundstock bereits eine große Bandbreite an Cocktails ausprobieren. Bei Likören, Bitters, Sirup und Co. wird es allerdings etwas komplizierter. Die meisten Sorten lassen sich weniger universell einsetzen als etwa Wodka oder Rum und werden nur für ganz bestimmte Cocktailrezepte gebraucht. Deshalb sind diese Zutaten kein absolutes Must Have für Mixology-Anfänger. Trotzdem gibt es einige Getränke, die Sie von Anfang an im Repertoire haben sollten, da sie fester Bestandteil vieler Cocktailklassiker sind. Wir haben Ihnen eine kleine Auswahl von nicht-hochprozentigen Cocktailzutaten zusammengestellt, die sich als erweiterte Grundausstattung für Ihre Hausbar eignen.

Zuckersirup

Zuckersirup ist in der Grundausstattung für Ihre Hausbar fast so unverzichtbar wie die Spirituosen. Aromatisierter Sirup sorgt bei vielen süßen Cocktails für den lieblichen Geschmack. Er hat gegenüber normalem Streuzucker den Vorteil, dass die Süße bereits in Flüssigkeit gelöst ist. Dadurch verteilt sie sich besser und schneller im Getränk. Im Fachhandel finden Sie Sirup in hunderten verschiedenen Geschmacksrichtungen, so dass die Auswahl ziemlich überwältigend sein kann. Wir empfehlen Ihnen allerdings, vorerst bei neutralem Rohrzuckersirup ohne zusätzliche Aromen zu bleiben. Der gehört zu den am meisten benutzten Barsirups und lässt sich in vielen verschiedenen Cocktails anwenden. Wenn Sie keinen Zuckersirup kaufen möchten, können Sie ihn recht einfach mit normalem Haushaltszucker und etwas Wasser selbst herstellen.

Monin Rohrzuckersirup

Ansonsten schlagen wir den Rohrzuckersirup von Monin für die Grundausstattung Ihrer Hausbar vor. Bei der Herstellung kommt nur Zuckerrohr von bester Qualität zum Einsatz. Deshalb harmoniert der Monin Rohrzuckersirup besonders gut mit Cocktails auf Rumbasis. Zudem ist der Sirup durch seine hohe Konzentration äußerst ergiebig, so dass Sie lange von dieser Investition profitieren werden. Übrigens lässt er sich nicht nur für Cocktails einsetzen, sondern auch zum Süßen von nichtalkoholischen Getränken, Desserts oder Süßspeisen.

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Wermut

Wermut ist zwar kein absolutes Must Have, aber ein guter Anfang, um die Grundausstattung für Ihre Hausbar aufzustocken. Vor allem, wenn etwas herbere, traditionelle Cocktails wie Martini, Negroni oder Manhattan Ihren Geschmack treffen, sollten Sie mindestens einen Wermut in Ihrem Arsenal haben. Aber was genau ist Wermut eigentlich? Es handelt sich um einen mit diversen Kräutern und Gewürzen aromatisierten Wein. Der Wermut hat seinen Namen vom Wermutkraut, das ihm den aromatischen, bitteren Geschmack verleiht. Ähnlich wie der Wachholder beim Gin sollte diese Zutat in einem Cocktail mit Wermut deutlich präsent sein. Ansonsten können die Botanicals aber variieren.

Martini extra Dry

Martini Extra Dry

Im Barbetrieb werden sowohl roter als auch weißer Wermut angewendet. Für welche Sorte Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab. In Sachen Wermut möchten wir Ihnen die italienische Kultmarke ans Herz legen, die den gleichen Namen trägt wie der wohl berühmteste Wermut-Cocktail: Martini. Für besonders trockene Cocktails wie den Original-Martini mit Gin oder die berühmte James Bond-Variante ist ein weißer Wermut wie der Martini extra Dry hervorragend geeignet. Er zeichnet sich durch eine ausgeprägte Bitternote aus, begleitet von subtilem Zitrus- und Veilchenaroma.

Martini rosso

Martini Rosso

Für etwas lieblichere Cocktails ist dagegen der Martini rosso das richtige, der die Würze italienischer Kräuter mit feiner Bitterkeit und einem süßen Touch verbindet. Dieser Wermut besteht nicht etwa aus Rotwein, sondern wird aus Weißwein hergestellt, genauso wie der Martini extra Dry. Seine rote Farbe erhält der Martini rosso dadurch, dass ihm Karamell zugesetzt wird, welches auch die leichte Süße ausmacht. Allerdings gibt es auch roten Wermut, der tatsächlich auf Rotwein basiert, zum Beispiel den Martini Riserva Rubino aus der Nebbiolo-Traube.

Bitterorangenlikör

Wenn es eine Likörsorte gibt, deren Anschaffung sich für die Grundausstattung Ihrer Hausbar lohnt, dann ist es Bitterorangenlikör. Er wird aus den Schalen der besonders aromatischen Curacao-Orangen hergestellt, die von der gleichnamigen Insel im karibischen Meer stammen. Die Entstehung der Curacao-Orangen verdanken wir einem Zufall: Nachdem die frühen spanischen Siedler ihre Orangenplantagen auf Curacao aufgegeben hatten, entwickelte sich aus den verwilderten Obstbäumen auf natürliche Weise eine neue Orangensorte. Das fruchtige und zugleich leicht bittere Aroma des Likörs hat ihn zu einer beliebten Zutat für Cocktails mit Zitrusnote gemacht, beispielsweise Margarita, Lynchburg Lemonade oder Cosmopolitan.

Giffard Triple Sec

Vielleicht möchten Sie wegen der schönen Farbe gleich zu einem Blue Curacao greifen. Diese blau gefärbten Orangenliköre lassen sich allerdings nur für eine Handvoll sehr spezieller Cocktails wie Swimming Pool oder Blue Lagoon verwenden. Daher sind Sie mit einem klaren Bitterorangenlikör wie Giffard Triple Sec erst einmal besser beraten. Dank seiner neutralen Farbe und der Mischung von süßem und bitterem Orangengeschmack lässt er sich für fast alle Cocktails mit Orangenlikör einsetzen. Giffard Triple Sec kann problemlos als Ersatz für hochpreisige Traditionsmarken wie Cointreau dienen, die als Zutat in vielen Cocktailrezepten vorkommen. Somit bildet er eine preisgünstige Ergänzung für die Grundausstattung ihrer Hausbar.

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Limettensaft

Limettensaft ist wohl der am häufigsten gebrauchte Fruchtsaft im Barbetrieb. Bei der Grundausstattung für ihre Hausbar kommen Sie um die grünen Zitrusfrüchte nicht herum. In Mojitos, Daiquiris, Moscow Mules und vielen anderen Cocktails steuert Limettensaft die typisch saure Note bei. Bei komplizierteren Cocktailkreationen wird er zudem gern verwendet, um einen Kontrast zu süßen Fruchtsäften oder Sirups zu setzen. Natürlich können Sie frische Limetten kaufen und direkt vor Ort auspressen. Aber gerade wenn Sie eine größere Menge Cocktails zubereiten wollen, ist es praktisch, ein fertiges Limettensaftkonzentrat vorrätig zu haben.

Pulco Limette

Wir empfehlen Ihnen das Limettenkonzentrat von Pulco. Mit 40% Fruchtanteil bringt dieser Saft kräftige Säure und eine leichte Bitternote in Ihre Drinks. Er enthält weder künstliche Farb- und Konservierungsstoffe noch zugesetzten Zucker, sodass das natürliche Limettenaroma völlig rein erhalten bleibt. Pulco Limette weist die sechsfache Konzentration gegenüber normalem Limettensaft auf. Das macht ihn sehr ergiebig und bereits in kleinen Mengen hocharomatisch.

Cocktailbitters

Cocktailbitters sind eigentlich eher etwas für fortgeschrittene Barkeeper. Die kleinen Fläschchen enthalten alkoholische Lösungen mit hoch konzentrierten Aromen. Meist werden sie nur tröpfchenweise in den Cocktail gegeben, um unangenehm starke Süße auszubalancieren, aufdringliche Säure abzumildern oder dem Getränk die letzte Würze zu verleihen. Trotzdem kann es selbst als Anfänger nicht schaden, zumindest eine Sorte der bitteren Tropfen in der Grundausstattung für Ihre Hausbar vorrätig zu haben. Genau wie beim Sirup ist die Auswahl die eigentliche Herausforderung. Es gibt dutzende Hersteller und jeder bietet eine ganze Palette von Bitters an.

Angostura Aroma Bitter

Angostura Aroma Bitter

Mit dem Angostura Aroma Bitter können Sie jedoch nichts falsch machen. Dieses Produkt ist ein Urgestein unter den Cocktailbitters. Ursprünglich wurde es als Medizin gegen Magenbeschwerden entwickelt. Bald gewann Angostura jedoch Fans in der aufstrebenden Cocktailszene, die den hoch konzentrierten Bitterlikör ihren Drinks hinzufügten. Heute gehört Angostura Aroma Bitter zur Ausstattung jeder professionellen Bar. Was genau seinen feinherben Kräutergeschmack ausmacht, können wir Ihnen allerdings nicht verraten, denn das Rezept ist geheim.


Nun haben Sie hoffentlich alles beisammen, was Sie für eine erste Cocktailsession brauchen. Sie benötigen noch Spirituosen? Dann schauen Sie sich den ersten Teil unserer Serie „Grundausstattung für die Hausbar – Die wichtigsten Spirituosen“ an. Leicht verderbliche Zutaten wie Sahne, Säfte oder Früchte zum Garnieren kaufen Sie am besten vorher jeweils frisch. Nach und nach können Sie auch etwas speziellere Liköre, Aperitifs oder Bitters hinzufügen und so die Grundausstattung für ihre Hausbar nach eigenem Gusto erweitern. Unser Onlineshop bietet dafür zahlreiche Anregungen. In unserem Blogartikel „Die Hausbar – Das Equipment stellen wir Ihnen außerdem alle nötigen Barwerkzeuge vom Shaker bis zum Eisbehälter vor. Übrigens gibt es die komplette Grundausstattung für Ihre Hausbar auch in Videoform auf unserem YouTube Kanal. Dort finden Sie außerdem detaillierte Anleitungen zum Nachmixen fast aller gängigen Cocktails.

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