Cocktail Namen: Kreative Cocktail-Rezepte und ihre Namensgebung

Cocktail Namen: Kreative Cocktail-Rezepte und ihre Namensgebung

Cocktails gehören zu den beliebtesten Drink-Kategorien überhaupt. Klassiker wie Tequila Sunrise, Mojito oder Caipirinha kommen dir dabei bestimmt sofort in den Sinn – und das nicht ohne Grund. Doch in diesem Beitrag stehen nicht die Rezepte selbst im Mittelpunkt, sondern die Cocktail Namen und ihre spannenden Ursprünge.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie berühmte Cocktails zu ihren oft außergewöhnlichen Namen gekommen sind? Manche Bezeichnungen leiten sich von den verwendeten Zutaten, der charakteristischen Farbe oder dem Ort ihrer Entstehung ab. Andere wirken auf den ersten Blick rätselhaft und erzählen spannende Geschichten oder ranken sich um hartnäckige Mythen.

Das gilt übrigens auch für den Begriff „Cocktail“ selbst. Über die Herkunft des Wortes existieren verschiedene Theorien und Legenden, die bis heute nicht eindeutig geklärt sind. Im Folgenden erfährst du, woher die Bezeichnung Cocktail stammt, wie sich Cocktails als eigene Drink-Kategorie etabliert haben und welche Geschichten sich hinter den Namen von drei berühmten Cocktail-Klassikern verbergen.

Natürlich darf auch die Praxis nicht zu kurz kommen: Mit passenden Rezepten und ausgewählten Produktempfehlungen möchten wir dich dazu inspirieren, deine eigenen Lieblingscocktails zu mixen. Viel Spaß beim Entdecken!


Woher kommt der Begriff Cocktail?

Wir fangen mit den Basics an: Cocktail bedeutet auf Deutsch übersetzt Hahnenschwanz. Was das mit Spirituosen zu tun hat? Nun, eine Erklärung ist, dass Cocktails als Getränk entstanden sind, weil man mehrere verschiedenfarbige Liköre zusammen mischte. Aufgrund der unterschiedlichen Viskosität (Zähigkeit von Flüssigkeiten und Gasen) legten sich die Flüssigkeiten – bei vorsichtigem Eingießen – in Schichten übereinander und ähnelten so dem farbenfrohen Schwanz eines Hahnes. Ein anderer Mythos hat zwar auch mit Hähnen zu tun, ist aber deutlich blutiger. Einige führen den Begriff Cocktail auf Hahnenkämpfe in Amerika zurück. Dabei durfte der Besitzer des Gewinnerhahns dem getöteten Tier die bunten Schwanzfedern ausreißen. Danach wurde dann “on the cock’s tail”, also auf die gewonnene Trophäe, angestoßen. Schwierig vorzustellen, dass die Bezeichnung bunt gemixter Drinks auf eine so grausame Geschichte zurückgeht, oder?

Witziger ist da doch die Vorstellung, dass der Begriff Cocktail vom französischen Wort “coquetier” abgeleitet wurde, was auf Deutsch Eierbecher heißt. Die Franzosen sollen ihre Getränke nämlich häufig in dem kleinen Frühstücksgeschirr zu sich genommen haben. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob die Cocktails entweder sehr klein oder die Eierbecher sehr groß waren. Woher die Bezeichnung letztlich stammt, wird wohl heute nicht mehr aufzuklären sein. Dennoch lohnt es sich an dieser Stelle zu ergründen, wie der Cocktail überhaupt entstanden ist. Deswegen nehmen wir dich mit auf einen kleinen Exkurs in die amerikanische Geschichte.

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Entstehungsgeschichte

Gebrannte Spirituosen wie Whiskey erreichten den Kontinent Amerika erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit den englischen Kolonisten. Diese siedelten sich wegen der dort wachsenden Rohstoffe Baumwolle, Tabak und Kaffee zuerst in Mittelamerika und der Karibik an. Zuerst verbreitete sich deswegen Rum als Drink der Wahl, denn das warme Klima eignete sich gut für die Reifung in Holzfässern. Schließlich nahmen auch aus Irland und Schottland viele Menschen die lange Schiffsreise auf sich, um in der „neuen Welt“ ihr Glück zu versuchen. Dadurch entstanden vor allem in Nordamerika kleine Ansiedlungen. Später wuchsen daraus Großstädten wie Boston, New York und Chicago heran.

Schon damals florierte in Schottland und Irland die Herstellung von Whisk(e)y und die Siedler wollten in der neuen Heimat Amerika natürlich nicht auf ihre Lieblingsspirituose verzichten. Weizen und Roggen wuchsen gut auf den Böden der Ostküste. Deshalb verdienten sich einige Einwanderer ein Zubrot, indem sie Getreideüberschuss durch Destillation „haltbar“ und leichter transportierbar machten. Daraus entwickelten sich die ersten bäuerlichen Brennereien in den heutigen Bundesstaaten Virginia, Maryland und Pennsylvania.

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Aus der Not geboren

Die Qualität der Brennerzeugnisse entsprach zu diesem Zeitpunkt allerdings noch lange nicht der heutigen. Verfügbar waren harte, hochprozentige und meist ungelagerte Kornschnäpse. Der Genuss erforderte Mut und Standfestigkeit. Man hatte also gute Gründe, die Spirituosen vor dem Trinken mit Zucker oder Honig zu süßen und den Geschmack durch die Zugabe von Früchten und Aromen erträglicher zu machen. Aus der Not geboren, gilt dieser Trick heute als Geburtsstunde des Cocktails.

Mitte des 19. Jahrhunderts begann man, auch in Nordamerika Spirituosen abseits von Rum und Whiskey herzustellen und sich zum Beispiel der Produktion von Likören zuzuwenden. Gleichzeitig verlagerte sich das gesellschaftliche Leben immer mehr von den traditionellen Saloons in die American Bar. Aus Europa wurden zusätzliche Schnäpse, Liköre und Bitter importiert, sodass der Genuss- und Experimentierfreude der Amerikaner nichts mehr im Wege stand.

Das Ergebnis war die Erfindung unzähliger Cocktails mit durchaus ausgefallenen Namen, von denen einige wie Eintagsfliegen starben, andere jedoch weltweite Bekanntheit erlangten. Die Masse an verfügbaren Spirituosen und die Möglichkeit, diese auf verschiedene Weise zu kombinieren machte die Einordnung in Kategorien notwendig. Kleine Getränke wurden beispielsweise als Short Drinks bezeichnet und in Before- und After-Dinner-Drinks unterteilt. Mit Säften und Limonaden „verlängerte“ Spirituosen nannte man Longdrinks. Short- und Longdrinks wurden dann nach Zubereitungsart, Zutaten und Verwendung gruppiert. So entstanden im Laufe der Zeit über 30 Kategorien.

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Siegeszug in Europa

Während sich Cocktails in den USA und einigen europäischen Metropolen bereits großer Bekanntheit und Beliebtheit erfreuten, hatte man den Trend in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts verschlafen. Nach der Jahrhundertwende unterbrach der erste Weltkrieg die sich anbahnende Verbreitung der Mixgetränke. In den 1920er Jahren folgten Hyperinflation, die Isolation von den Weltmärkten durch die territoriale Ausbreitung des Nazi-Regimes und der zweite Weltkrieg. Dadurch wurden die zaghaften Versuche, Cocktails auch in Deutschland zu etablieren, zerstört.

Erst in den 50ern war der Begriff hierzulande kein Fremdwort mehr. Den Durchbruch schafften Cocktails schließlich in den 70er Jahren, als mehr und mehr Bars den Kneipen in deutschen Städten Konkurrenz machten. Drei Vertreter, die sich bis heute großer Popularität erfreuen, schauen wir uns jetzt genauer an.

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Bekannte Cocktail Namen und ihre Geschichte

Old fashioned, aber nicht aus der Mode

Die Redewendung „Oldie but Goldie“ passt besonders gut zu diesem Whiskey-Cocktail. Wörtlich übersetzt bedeutet old fashioned nämlich altmodisch. Mit seinem bittersüßen Geschmack gibt es den Old Fashioned wahrscheinlich schon so lange, wie es Mixgetränke gibt. Sein Name geht auf die Rezeptur zurück: Die ersten Cocktails bestanden aus wenigen Zutaten. Spirituose, Wasser, Zucker und ein Bitter zusammengemixt ergaben damals den fertigen Drink. Weil der Old Fashioned eben auch nur aus Bourbon Whiskey, Zuckersirup oder einem Stück Würfelzucker, Sodawasser und Bitter besteht, gilt er heute auch als Ur-Cocktail. Rezepturen anderer Drinks wurden im Laufe der Zeit immer aufwändiger und ausgefallener, weshalb man für den Cocktail den Namen Old Fashioned entwarf, um auf seine ursprüngliche Machart hinzuweisen. Aus der Mode gekommen ist er deshalb aber noch lange nicht.

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Sex on the Beach in Florida

Bereits seit den 80ern erfreut sich der fruchtige Cocktail mit dem Namen Sex on the Beach großer Beliebtheit. Gemischt wird er aus Wodka, Pfirsichlikör, Grenadine und verschiedenen Fruchtsäften. Wie der Drink zu seinem Namen kam, geht auf eine kuriose Geschichte zurück: Ein junger Barkeeper soll ihn während der Urlaubssaison in Florida erfunden haben. Im Kampf um ein saftiges Preisgeld stand er vor der Herausforderung, einen erfrischenden Drink für sein junges Publikum zu zaubern. Eine Vorgabe war lediglich, dass die Kreation besonders viel Pfirsichlikör beinhalten sollte. Spontan mixte er einen fruchtigen Drink und nannte ihn Sex on the Beach, weil es an den Stränden Floridas im Sommer besonders wild zuging. Die feierwütigen Strandbesucher waren von dem süßen Mixgetränk begeistert. Bis heute ist diese Begeisterung nicht abgebrochen und Sex on the Beach ist schon lange kein Getränk mehr, dass nur die junge Generation mitreißt.

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Bloody Mary: die blutrünstige Monarchin

Dieser tiefrote Cocktail scheidet die Geschmäcker, was möglicherweise mit der Hauptzutat Tomatensaft zusammenhängt. Viele lieben den sämigen Drink, andere machen einen weiten Bogen darum. Die Ingredienzen einer klassischen Bloody Mary sind simpel: Wodka, Tomatensaft, ein Spritzer Zitrone, Pfeffer und Salz, Tabasco für den würzigen Geschmack und dazu natürlich viel Eis. Doch woher hat nun der Cocktail seinen Namen? Eine sehr bekannte Legende bezieht sich auf die blutrote Farbe. Demnach soll der Drink nach der englischen Königin Mary I. benannt sein. Als Tochter von Henry VIII. und seiner ersten Ehefrau Katharina von Aragon wurde sie nach der Scheidung erst einmal für illegitim erklärt und aus der Thronfolge ausgeschlossen. Weil sie sich weigerte Henry als Oberhaupt der neu begründeten Kirche von England anzuerkennen, fiel sie bei Hofe in Ungnade und entging schließlich nur durch Unterwerfung einer Verurteilung und Hinrichtung als Verräterin.

1544 wurde sie wieder in die Thronfolge aufgenommen. Nach dem frühen Tod ihres Halbbruders Edward VI. setzte sie sich gegen ihre protestantische Großnichte und Rivalin Jane Grey durch und wurde 1553 zur ersten souverän herrschenden Königin von England und Irland gekrönt. Ihre Herrschaft war zeitlebens geprägt von Spannungen mit der englischen Bevölkerung, weil Mary versuchte, den Katholizismus wieder als Staatsreligion zu etablieren. Bis zu ihrem Tod 1558 ließ sie deswegen rund 300 Protestanten hinrichten. Wegen ihrer Grausamkeit gegenüber Anhängern der Kirche von England wurde sie später auch Bloody Mary genannt. Der Cocktail Name erinnert also heutzutage an diese blutrünstige Monarchin.

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Kreative Cocktail Namen

Wir haben für dich die weite Welt der Spirituosen durchsucht und einige Rezepte gefunden, die nicht nur ein besonderes Geschmackserlebnis versprechen. Die Cocktails überzeugen auch mit kreativen Namen. Welche Geschichte dahinter steckt, bleibt allerdings ein Geheimnis. Aber vielleicht hast du ja bei deiner nächsten Party Lust, dir die passende Legende für einen der folgenden Drinks zu überlegen. Lass dich inspirieren!

Eine fixe Idee: Glühbirne

Tanqueray London-Gin

Zutaten:

Zubereitung:

Gib den Gin, Birnensaft und Limettensaft mit den Minzblättern in einen Shaker. Crushed Eis dazu und ordentlich durchrütteln. Am besten kommt die Glühbirne in einem hohen Glas zur Geltung. Nun musst du nur noch eine Kräuterlimonade deiner Wahl hinzugießen. Schon geht im Glas das Licht an!

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Ein armer Tropf: Suffering Bastard

Zutaten:

Bombay Sapphire Gin
Angostura Aroma Bitter
Le Tribute Ginger Beer

Zubereitung:

Mix alle Zutaten – mit Ausnahme des Ginger Beers – gut durch. Dann alles in ein Longdrinkglas mit Eis geben und mit dem Ginger Beer auffüllen. Vorsichtig umrühren, mit einem Minzzweig und einer Orangenscheibe garnieren und genießen.

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Wachmacher der anderen Art: Russisch Koks

Mamont Vodka

Zutaten:

Zubereitung:

Dieses Rezept ist denkbar einfach: Einen Shot Wodka eingießen, eine Orangenscheibe obenauf legen und mit Kaffeepulver und Zucker bestreuen. Beiße nun in die gewürzte Orange und spüle das Ganze mit Wodka herunter. Das weckt alle winterschlafenden Lebensgeister.

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Für stürmische Wellen: Schwermatrose

Zutaten:

Planteray Rum 3 Stars
Negrita Rum
Kahlua Kaffee Likör

Zubereitung:

Shake die Zutaten auf Crushed Ice und gieße sie anschließend in ein Old Fashioned Glas. Fülle das Glas mit Crushed Ice auf. Zum Schluss garnierst du deinen Drink mit zwei Limettenvierteln. Damit trotzt du jeder Sturmflut!

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Bringt um die Ecke: Witwenmacher

Zutaten:

Captain Morgan Spiced Gold
Jack_Daniels_Old_No.7

Zubereitung:

Dieser Cocktail eignet sich besonders, wenn du in gemütlicher Runde mit Freunden zusammensitzen. 700 ml Captain Morgan und 700 ml Whiskey in einem Pitcher vermengen. Nun versetzt du das Ganze mit Kohlensäure. Danach Eiswürfel und den Zitronensaft dazugeben. Abschließend mit einer halben Zitronenscheibe dekorieren und servieren.

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Nichts für Humorlose: Knalltüte

Zutaten:

Four Roses Bourbon
Monin Vanille Sirup
Pulco Zitrone

Zubereitung:

Shake die Zutaten auf Eis kräftig für 20 Sekunden durch und gieße das Gemisch auf frisches Eis ab. Als Deko kannst du Orangenzeste und eine Vanilleschote hinzugeben. Fertig ist der Knaller-Drink.

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Wir hoffen, unser kleiner Ausflug in die Geschichte der Cocktails und ihrer Namensgebung hat dir gefallen. Wenn du selbst den Shaker schwingen möchtest, schau doch auch bei unseren 10 einfachen Cocktails aus nur 4 Zutaten vorbei. Oder lass dich von unseren „Sommerlichen Aperitif-Getränken“ inspirieren. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Hilfe bei der Zubereitung deiner Lieblingsrezepte und neuer Cocktailkreationen findest du rund um die Uhr in unserer Schüttelschule auf Youtube. Die Zutaten für unsere Rezepte kannst du jederzeit in unserem Onlineshop bestellen oder in der Essener Innenstadt in unserem Ladengeschäft erwerben. Unsere Kollegen beraten dich gerne!

CHEERS!

Dein Banneke Team

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